Einfluss von Atmung und Zwerchfell auf unsere Gesundheit

Das Zwerchfell ist unser Hauptatemmuskel! Dieser hat die Form eines Kuppeldachs und ist ca. 2-5 mm dick.

Eine weitere Aufgabe ist die Unterstützung der Mobilisierung von Blutkreislauf und Lymphflüssigkeit durch seine Auf- und Abbewegung. Außerdem mobilisiert das Zwerchfell alle Bauchorgane, was wiederum für eine optimale Verdauung wichtig ist und hilft zusätzlich bei der Stabilisierung der Wirbelsäule beim Heben oder Tragen.

Das Zwerchfell hat Einfluss auf viele Strukturen und wenn seine Spannung sich erhöht bzw. ins Ungleichgewicht kommt, entstehen häufig Symptome wie Rückenbeschwerden, Sodbrennen, blockierte Rippen und Wirbelgelenke der Brustwirbelsäule, Beckenverwringungen, Kopfschmerzen, Verspannungen in Schulter-/Nackenbereich, Verdauungsprobleme, oder funktionelle Atemprobleme.

Wieso „verspannt“ das Zwerchfell?

Unter Stress (auch unterbewusster) reagiert das vegetative Nervensysten (siehe separater Beitrag). Hält eine Stresssituation länger an oder kommt immer wieder vor, kann das negative Auswirkungen auf Blutdruck, Verdauung oder auf unseren Schlaf haben.

Nachdem das vegetative Nervensystem unserem Willen nicht unterworfen ist, können wir es nicht direkt beeinflussen, mit einer Ausnahme jedoch: durch bewusste Atmung. Denn atmen müssen wir immer, ganz egal ob Stress oder nicht.

Viele wissenschaftliche Arbeiten belegen, dass bewusst und regelmäßig durchgeführte Atemübungen somit dauerhaft einen positiven Einfluss auf das physiologische Stressniveau, aber auch auf die anderen zuvor aufgeführten Beschwerden haben können.

Diese Technik kann relativ gut in den Alltag eingebaut werden.

Bei der Atemtechnik gilt zu beachten, dass man über die Nase langsam und tief einatmet und in etwa doppelt so lange über die Nase wieder ausatmet.

Als Erleichterung kann man anfangs eine Hand auf die Brust, die andere auf den Unterbauch legen. Der Bauch muss sich ganz mit Luft füllen dürfen.

Durchführung:

  • Rückenlage mit angewinkelten Beinen

  • Becken kippen, damit unterer Rücken auf Boden aufliegt

  • Tief durch Nase in den Bauch einatmen

  • Über Nase wieder in den Bauch ausatmen („Hand wegatmen“)

  • Atemzyklus mehrmals wiederholen